#KeinKonsum2016

Inspiriert von einem Beitrag im Deutschlandradio Kultur möchte ich im Jahr 2016 keine Gebrauchsgegenstände kaufen; mit einer Ausnahme…

Man kennt das: Es ist Weihnachten und man wünscht sich nichts als eine besinnliche Zeit. Natürlich freut man sich über kleine Aufmerksamkeiten seiner Mitmenschen. Aber man wird auch nervös, wenn man von den Streiks in den Versandzentren zur Weihnachtssaison liest. Diese Nervosität bringt den materialistischen Charakter zum Ausdruck, den die christliche Tradition angenommen hat. Darüber vergisst man allzu oft, dass die Arbeiter weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld erhalten und nicht nach Versand- und Einzelhandelstarif bezahlt werden sondern durch billige Löhne der Logistikbranche ausgebeutet werden. Es existieren Alternativen zu A****n.

Die alljährliche Versandflut kulminiert  üblicherweise am ersten Werktag nach Weihnachten, wenn Geschenke zurückgeschickt und umgetauscht werden. Mittlerweile kann man unpassende Geschenke an Automaten in Bücher umtauschen, doch selbst die muss man nicht kaufen, sondern könnte sie ausleihen. Es geht um ein neues Konsum-Bewusstsein. Die Initiative von http://www.youthinkgreen.org/ macht es vor.

Man kann viele Sachen selber machen, Geräte reparieren, Gebrauchsgegenstände upcyclen, Kleider tauschen – oder lernen, auf Konsum zu verzichten. Man muss das Ganze nicht bis zum Extrem treiben mit der Kapitalismus-Kritik. Aber nicht nur zwei der am meisten gesehen TED-Talks legen nahe; Immer mehr, mehr, mehr macht nicht glücklich (The surprising science of happiness, The happy secret to better work). Man gewöhnt sich schlichtweg zu schnell an die Dinge, die man besitzt und trachtet nach mehr. Dabei verlernt man, Gaben Wert zu schätzen.

So treibt man das Rad unserer bis auf den Preis Werte-freien Konsum- und Wegwerfgesellschaft nur unermüdlich weiter voran.

Deshalb möchte ich mir vornehmen, bei allen Vorsätzen für das Jahr 2016 keine Gebrauchsgegenstände zu kaufen. Einzige Ausnahme bilden wohl medizinische Geräte, weil ich eine neue Brille benötigen werde. Ansonsten investiere ich das Geld lieber in gutes Essen, Erlebnisse mit Familie und Freunden, und ein paar Ökofonds. Ich werde den Fortgang dokumentieren auf Twitter und bei Instagram unter #KeinKonsum2016. Du findest das genau richtig und willst mitmachen, oder dir ist das zu viel Opportunismus? Kommentare jederzeit gern!!

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2 thoughts on “#KeinKonsum2016

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